HAPPY BIRTHDAY … ANGEL

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Heute ist Angels 23. Geburtstag … und Gabriel hat für seinen Süßen eine ganz besondere Geburtstagsüberraschung organisiert.
Und natürlich dürft auch ihr daran teilhaben. Aus diesem Grund gibt es eine kleine Geburtstagsstory von und mit Angel und Gabriel.
Ihr könnt die Story auch direkt bei BookRix lesen.
Viel Spaß beim Lesen 😉

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Nervös tigerte Gabriel vor dem Tresen der Bar auf und ab. So aufgeregt war er das letzte Mal, als Angel und er kurz vor Weihnachten zusammenkamen. Das lag vier Monate zurück. Eine Zeit, die er nie mehr missen wollte.
»Hey Großer, wenn du so weiter machst, bist du später k. o. und kannst unseren süßen nicht mehr beglücken.« Es folgte ein erheitertes Lachen.
Mit einem breiten Grinsen wandte sich Gabriel zu Tyler um, der lässig am Tresen lehnte und seinen nackten Oberkörper präsentierte.
»Hab ich was verpasst? Oder bist du seit Neustem ins Geschäft eingestiegen?«
Mit einem Zwinkern zeigte Tyler ihm den Rücken, wo ein neues Tattoo seine leicht gebräunte Haut zierte. Vom Nacken bis zur Taille erstreckte sich ein Schwert mit einer rankenden Rose. Den krönenden Abschluss bildeten die filigranen Namenszüge Tyler und Matthew links und rechts.
»Wann hast du das denn stechen lassen?« Gabriel war positiv überrascht. »Das ist ja der Hammer!«
»Nelly hat übers Wochenende ein paar Doppelschichten für mich eingelegt. Vorhin hat sie es fertigbekommen. Ist eine Überraschung für Matt.«
Gabriel nickte ihm anerkennend zu. Sean und Matt waren für ein paar Tage nach Irland gereist und würden heute Abend zurückkehren. Den genauen Grund kannte er nicht. Er wusste nur, dass es sich um etwas Juristisches handelte und es mit Seans und Tylers weit entfernter Familie zu tun hatte.
»Und? Wie läuft es mit euren Plänen zusammenzuziehen?«, erkundigte sich Gabriel, wohlweislich, dass er Tyler damit ärgerte.
»Themenwechsel. Ich will im Moment nicht darüber nachdenken.«
»Du hast Schiss.« Gabriel lachte.
»Nein, hab ich nicht.«
»Hat er sehr wohl. Tyler hat Angst Verantwortung übernehmen zu müssen.«
Mit einem strahlenden Lächeln wandte sich Gabriel um. Angel stand vor ihm und sah zum Anbeißen aus. Seine blauen Augen leuchteten im Lichtschein der Bar. Die dunkelbraunen Haare waren verwuschelt. In seiner schwarzen Designerjeans und dem dunkelgrauen Pullover machte er eine verdammt gute Figur.
»Alles Gute zum Geburtstag«, sagte Gabriel und zog Angel fest in die Arme. »Ich hab dich so vermisst.«
Beide blickten sich tief in die Augen. Saphirblau traf auf Blaugrau. Im selben Moment hämmerte Gabriels Herz bis zum Hals und die Ameisenarmee wuselte durch seinen Körper. Dabei sog er Angels unvergleichlichen Duft ein.
»Ich war doch nur bei Jamie und Charlie, um Henry vorbeizubringen. So wie du es wolltest«, sagte Angel und grinste ihn schief an.
»Viel zu lange für meinen Geschmack.«
Anstatt zu antworten, berührten Angels Lippen seinen Mund. Alles um Gabriel herum verblasste zu einem grauen Schleier. Für ihn gab es nur noch seinen Liebsten. Sanft erwiderte er den Kuss, bis die Leidenschaft die Führung übernahm und sich beide in einem hungrigen Zungenspiel verloren.
»Du hast mich ja wirklich vermisst«, flüsterte Angel ihm ins Ohr, als sie einander losließen. Anschließend hauchte er ihm einen Kuss auf die Wange.
»Sag ich doch.« Gabriel zwinkerte ihm zu.
Unerwartet drang ein theatralisches Seufzen an ihr Ohr.
»Noch fünf Stunden, dann landet das Flugzeug«, sagte Angel und sah über Gabriels Schulter zu Tyler. »So lange hält es doch mein großer Bruder noch aus, oder? Nun zeig mir endlich das Tattoo.«
»Zuerst wird gratuliert.« Tyler lachte, schubste Gabriel zur Seite, umarmte Angel und küsste ihn auf die Stirn. »Ich wünsche dir für dein neues Lebensjahr unendlich viel Glück, mein kleines Brüderchen.«
»Danke. Dreh dich endlich um.«
Tyler tat es und Gabriel bestaunte mit Angel zusammen die wunderschöne neue Tätowierung.
»Nelly hat sich selbst übertroffen. Denk dran, Gab, du bist der Nächste.« Feixend nahm er seine Hand. »Du weißt, die Zeichnung ist fertig und liegt oben in der Mappe.«
»Ja … ja … ja.« Gabriel biss sich auf die Unterlippe. Er mochte Tattoos, aber vor allem dann, wenn andere sie trugen. Was er bisher nämlich verheimlicht hatte, war seine Angst vor Nadeln.
»Ich fessel und knebel ihn dir vorher«, bedeutete Tyler und alle drei brachen in lautes Gelächter aus.
»Nun müssen wir uns aber beeilen, sonst kommen wir erst heute Abend an«, sagte Gabriel, nachdem sie sich wieder beruhigt hatten.
»Du machst es spannend. Ich weiß noch immer nicht, was du vorhast.«
»Was hatte ich dir zum Thema Überraschung gesagt«, mischte sich Tyler ein und tauschte mit Gabriel einen wissenden Blick aus.
»Eigentlich war es Sean«, korrigierte ihn Angel und streckte ihm die Zunge raus.
»Kaum ist er dreiundzwanzig, da wird er frech. Wenn ihr nicht endlich abhaut, dann sperre ich euch in eines der Zimmer ein.«
»Soll das ein unmoralisches Angebot sein?« Gabriel schüttelte amüsiert den Kopf.
»Lasst mal gut sein. Ich stehe nicht so auf einen flotten Dreier. Aber ich trete euch gleich in den Allerwertesten, wenn ihr nicht losmarschiert.«
»Das ist Tylers taktvoller Rauswurf.« Gabriel zog Angel an der Hand hinter sich her und steuerte auf den Hintereingang zu. Doch ehe sie verschwanden, sah er über seine Schulter und formte lautlos die Worte »Danke dir«. Denn ohne Tylers Hilfe hätte er seine Überraschung wahrscheinlich nicht so schnell in die Tat umsetzen können. Zum einen hatte er Gabriel für die nächsten beiden Tage Urlaub gewährt und würde seine Arbeit für die Warenbestellungen übernehmen, zudem lieh er ihm für die Zeit seinen heiß geliebten silbernen Mercedes SLK.
»Viel Spaß euch beiden«, hörten sie Tyler noch hinterherrufen.
Bevor sie in den Hinterhof traten, hielt Gabriel an und zog einen schwarzen Stoffstreifen aus seiner Hosentasche.
»Vertraust du mir?«, fragte er leise.
»Das fragst du noch?«
Das war für Gabriel Antwort genug. Er legte Angel die Augenbinde um und führte ihn hinaus ins Freie. Es bedeutete ihm viel, dass Angel ihm blind vertraute. Vorsichtig half er ihm beim Einsteigen und dann fuhren sie auch schon los. Was sie benötigten, hatte er bereits im Vorfeld eingepackt.

*

Eine Dreiviertelstunde und jede Menge neugieriger Fragen von Angel später, parkte Gab mit einem Loch im Bauch den Wagen. Live sah das Ganze noch romantischer aus, als im Internet. Und sie waren gut in der Zeit. Er hatte ihre Ankunft für elf Uhr vormittags angegeben.
»Sind wir da?«
»Du bist ein ungeduldiges Geburtstagskind.« Gabriel lachte. »Wir sind da.«
»Darf ich dann auch sehen wo?«
»Gleich«, antwortete er und stieg aus. Er winkte den Pagen herbei, der sich augenblicklich um das Gepäck kümmert, während er Angel beim Aussteigen half.
»Bist du bereit?«
»Bereiter geht es gar nicht.«
»Scherzkeks.« Er hob die Hand und löste die Augenbinde. »Jetzt kannst du sehen, wo wir sind. Herzlich willkommen in Pennhill Park.«
Gabriel folgte Angels staunendem Blick. Das im neunzehnten Jahrhundert erbaute Herrenhaus war zu einem Luxushotel umfunktioniert worden. Efeu wuchs an den Außenwänden nach oben und hüllte das Gebäude fast gänzlich ein.
»Du bist doch verrückt.« Angel schüttelte mehrmals den Kopf.
»Nicht mehr als du.« Gabriel gab ihm einen Kuss auf die Wange, dann liefen sie Hand in Hand zum Eingang. An der Rezeption nannte er seinen Namen und die Empfangsdame wusste sofort Bescheid. Zum Glück hatte er alles telefonisch im Voraus arrangiert.
Mit dem Schlüssel in der Hand folgten sie dem Pagen zum Fahrstuhl und stiegen in der zweiten Etage aus. Ihr Zimmer lag am Ende des Flurs. Nachdem Gabriel sich bei dem jungen Mann bedankt und ihm Trinkgeld gegeben hatte, schloss er die Tür und war endlich wieder mit Angel allein.
»Das kostet doch sicherlich ein Vermögen.« Angels Blick wanderte, genauso wie seiner, durch die kleine Suite. In der Mitte des Raumes thronte ein Himmelbett mit einem goldenen Baldachin. Zwei mit Samt überzogene Sessel standen am Fenster und auf dem kleinen Tisch in deren Mitte entdeckte er bereits zwei gefüllte Sektgläser. Durch einen Torbogen konnten sie direkt ins Badezimmer sehen. Der Blick aus dem Fenster zeigte direkt in die großzügig angelegte Parkanlage. Luxus pur.
»Du hast heute Geburtstag, da spielt Geld keine Rolle.«
»Gab, du bist der Wahnsinn in Person.« Angel fiel ihm um den Hals. Feurig nahm er Gabriels Lippen in Beschlag und sie küssten sich so lange, bis ihnen sprichwörtlich die Luft wegblieb.
»Ich liebe dich. Und jeden Tag ein wenig mehr«, flüsterte er Angel ins Ohr und drückte ihn fest an sich.
»Meine Schmetterlinge sagen mir das Gleiche«, hauchte Angel ihm zu.
Gabriels Herz schlug jedes Mal schneller, wenn er das sagte. Er wusste, dass sein Freund noch lange nicht mit seinen wachsenden Gefühlen umgehen konnte. Anstatt sie auszusprechen, zeigte er sie ihm mit Gesten, Küssen und Streicheleinheiten.
»Komm … lass uns anstoßen. Sonst wird der Sekt noch warm.«
Gemeinsam liefen sie hinüber zum Fenster und Gabriel reichte ihm eines der beiden Gläser vom Tisch. Erst jetzt sah er die Erdbeeren, jeweils eine in jedem Sektglas. Das Hotel hatte tatsächlich seinen Wunsch berücksichtigt. Hoffentlich war das auch beim Essen der Fall.
»Auf deinen Geburtstag und das noch viele weitere folgen«, prostete er Angel zu, der ihm ein glückliches Lächeln schenkte.
Nachdem sie ausgetrunken, ihre Sachen ausgepackt und sich ein wenig frisch gemacht hatten, schielte Gabriel auf die Uhr. Es war bereits kurz vor eins.
»Hast du Hunger?«, fragte er augenzwinkernd.
»Ja.«
»Gut. Dann komm. Die Überraschung hat gerade erst angefangen.«
Nur wenige Minuten später saßen sie allein im Außenpavillon des Hotels. Die Sonne schien und spendete angenehme Wärme. Der Tisch war für zwei Personen gedeckt, in dessen Mitte sie eine wunderschön hergerichtete Geburtstagstorte in Empfang nahm. Darauf brannte eine Kerze.
Sprachlos starrte Angel auf die Torte und zwischen Gabriel hin und her. Schließlich nahm er Gabriel in den Arm und küsste ihn überschwänglich.
»Wünsch dir was«, sagte Gabriel lächelnd und beobachtete neugierig, wie Angel die Augen schloss und die Kerze auspustete. »Aber nicht verraten, was du dir gewünscht hast, sonst geht es nicht in Erfüllung.«
Lachend nahmen sie Platz und wurden auch prompt bedient. Als Vorspeise gab es zuerst eine Spargelsuppe, danach einen Salat mit Garnelen. Zum Hauptgang wurde Lamm serviert. Als Nachspeise hatte Gabriel Mousse au Chocolat mit Preiselbeeren bestellt. Doch der krönende Abschluss des Essens war ein Stück von der Geburtstagstorte.
Satt und zufrieden lehnten sie sich zurück und sahen sich tief in die Augen. Gabriel konnte die Freude im Gesicht seines Freundes ablesen. Das machte auch ihn glücklich. Ihr gemeinsamer Kurztrip hatte jedoch erst angefangen. Nichts war ihm zu teuer, solange er wusste, dass Angel sich geborgen und sicher fühlte. Das Hotel bot noch einen groß angelegten Spa-Bereich, für den er ebenfalls im Voraus gebucht hatte.
»Weißt du, dass es der beste Geburtstag ist, den ich je hatte«, sagte Angel und griff über den Tisch nach Gabriels Hand.
»Das war die tiefere Absicht«, grinste Gabriel und streichelte ihm mit dem Daumen über den Handrücken. »Ich bin süchtig nach dir. Wenn du glücklich bist, bin ich das auch.«
»Ich bin verrückt nach dir.« Angel lächelte ihn verträumt an. »Und jetzt lass uns spazieren gehen.«

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Ich hoffe, euch hat die Story gefallen.
Zudem möchte ich euch an die baldige Blogtour von „Angel’s Guardian“ erinnern. Der Startschuss fällt am 18. April 2017. Schaut vorbei, es lohnt sich, denn zu gewinnen gibt es auch noch etwas.

Weihnachtsparty im BLACK DESIRE

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Hier kommt die große Weihnachtsüberraschung, die ich euch gestern im Finale meiner Adventsgeschichte „Angel’s Guardian“ versprochen habe.
Ganz exklusiv für euch, gibt es ein Türchen Nr. 25 und die Weihnachtsparty mit den Jungs aus dem BLACK DESIRE.

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»Nein … nein … nein … was machst du denn da«, rief Riley und überbrückte die fünf Meter vom Tresen der Bar bis zu dem fast drei Meter hohen Weihnachtsbaum. Sean hatte ihn heute Vormittag liefern und professionell schmücken lassen. Doch im Moment drohte der wunderschöne Baum von Henry ins Wanken gebracht zu werden. Der kleine Kerl stand bellend auf den Hinterpfoten, während er mit den vorderen immer wieder eine glitzernde Weihnachtskugel anstupste.

»Böser Hund«, schimpfte er und nahm ihn auf den Arm.

Als Reaktion legte Henry den Kopf schief und sah ihn mit einem traurigen Hundeblick an.

»Das macht man nicht, Henry. Kein Wunder, dass Sean dir bei sich zu Hause schon Hausverbot erteilt hat. Wenn du so weiter machst, bekommst du hier auch noch. Und dann? Dann haben wir zwei ein großes Problem.«

Zur Antwort wurde Riley mit Hundeküssen überschüttet.

»Dann werdet ihr hochkant rausgeworfen und müsst bei Gab übernachten«, sagte Jamie amüsiert und zwinkerte Riley zu. »Jemand hat mir erst kürzlich ins Ohr geflüstert, dass er darüber keineswegs traurig wäre.«

»Du Idiot.« Riley lachte und gab Jamie einen Klapps auf den Hintern. »Das sagst du jetzt nur, weil du wieder Hundesitting machen und Henry alles Unmögliche anziehen willst. Die Beweisfotos habe ich immer noch auf dem Handy.«

Beide prusteten los und Henry bellte. Sein kleiner Liebling war nur drei Tage bei Jamie und Charly gewesen und sie hatten in der Zeit nur Unsinn im Kopf gehabt. Natürlich hatten sie alles genau festgehalten und ihn mit einer Bilderflut überhäuft. Henry mit einem übergroßen Rentiergeweih. Henry mit Baseballcap. Henry mit Zylinder. Henry mit Zigarette im Maul. Henry mit einer aufgeblasenen Gummipuppe. Henry mit Badehaube und Gummiente. Henry mit Brille über einem Buch. Henry mit übergroßen Klamotten und echten Händen am Tisch. Und als krönender Abschluss Henry mit Schnuller und Strampelanzug. Doch das Beste von allen war Henry in einem Anzug, der wie ein Tannenbaum geschneidert war samt Stoffkugeln und einer Mütze mit einem Stern oben drauf.

Nachdem Riley sich beruhigt hatte, drückte er Jamie geradewegs Henry in den Arm und zwinkerte ihm seinerseits zu.

»Du passt mir jetzt auf ihn auf und ich gehe nach oben und hole die Geschenke. Sonst sind nachher alle da und die Geschenke nicht.«

»Hast du wieder eine ganze Lastwagenladung eingekauft, so wie letztes Jahr?« Die Stimme gehörte Tyler, der mit einem breiten Grinsen zu ihnen herüber kam. Nebenbei zog er die Jacke aus und legte sie auf einen der Stühle ab.

»Du hast Glück … dieses Mal nicht. Hatte so schon Probleme alles ins Auto zu bekommen.«

»Dafür kam der Lastwagen vor Seans Haustür gefahren und lädt einen nagelneuen Plasmafernseher aus. Sein bedröppeltes Gesicht werde ich mein Leben nicht mehr vergessen.«

Alle drei lachten. Dann schnappte sich Riley Tyler am Arm und zog ihn in Richtung Aufzug.

»Ich brauche ein paar starke Arme.«

»Wo ist eigentlich Gab?«, erkundigte sich Tyler, während beide nach oben fuhren.

Sobald er den Namen nur hörte, schlug sein Herz schneller. Das letzte Mal hatten sie sich heute Vormittag gesehen und er vermisste ihn schrecklich.

»Er wollte noch ein paar Sachen erledigen und mit seinen Eltern telefonieren.«

Tyler nickte und sie liefen geradewegs auf das Penthouse zu. Drinnen stapelten sich auf dem Küchentisch massenhaft eingepackte Geschenke in allen Größen und Formen. Riley wunderte sich noch immer, dass alles heil und sicher hier angekommen war. Sean und er hatten gestern gemeinsam mit zwei Autos alles ins Black Desire gebracht und bei ihm oben deponiert.

»Willst du dem Weihnachtsmann Konkurrenz machen?«, sagte Tyler feixend, als er die Geschenke in Augenschein nahm.

»Da sind auch die von Sean dabei.« Riley lachte. Wie jedes Jahr, seit Sean der Chef des Black Desires war, bekamen alle eine kleine Aufmerksamkeit von ihm. Wobei das nicht so ganz zutraf, fand Riley. Jeder der Jungs erhielt immer etwas Persönliches und zudem einen Gutschein im Wert von Fünfhundert Pfund. Sogar an Gab hatte er gedacht.

»Wir brauchen dringend einen Lastwagen, oder zu mindestens eine gute Massage, wenn wir die alle runtergeschafft haben. Na, dann hoffe ich mal, dass auch Matt an alles denkt.«

»Wo ist er überhaupt?« Riley mochte Matthew. Er war ihm von Anfang an sehr sympathisch gewesen und inzwischen zählte er ihn ebenfalls zu seinem kleinen Freundeskreis.

»Ach … der Schussel«, meinte Tyler und winkte ab. »Er hat ganz vergessen Geschenke zu kaufen. Deswegen stürzt er sich gerade auf die Last-Minute-Angebote. Als Anwalt ist er grandios, doch in solchen Dingen hat er sprichwörtlich ein Schweizer-Käse-Gehirn.« Grinsend wandte er sich an Riley, setzte sich und bat ihn, ebenfalls Platz zu nehmen. »Und nun endlich raus mit der Sprache. In den letzten Tagen konnten wir uns nicht sehen und ich weiß nur von Sean, was am Flughafen passiert ist, aber ich will es von dir hören.«

Riley holte einen Aschenbecher aus dem Schrank, kam der Aufforderung nach und zündete sich zuerst eine Zigarette an. Sein Gegenüber tat es ihm gleich und sie warfen sich einen verschwörerischen Blick zu. Wenn Sean hereinkäme, wäre Ärger vorprogrammiert.

»Nun ja … wo soll ich nur anfangen«, antwortete Riley und dachte immer noch sehr verwirrt an diesen Morgen zurück. »Sean hat mich mächtig reingelegt. Ich war die ganze Zeit in dem Glauben, die Reise mit Michael wäre fest geplant. Allerdings bin ich zum Flughafen, um ihm zu sagen, dass ich es doch nicht machen kann. Ich mag Michael. Er war nie grob oder hat etwas gewollt, was ich nicht wollte und umgekehrt. Aber ich hatte Angst wegzufliegen und … und ganz große Angst Gab vielleicht nie wieder zu sehen.«

»Das kann ich gut verstehen«, bedeutete Tyler. »Versteh das jetzt nicht falsch, aber ich könnte niemals als Callboy arbeiten.«

»Das tu ich auch nicht mehr … seit vier Tagen.« Riley seufzte. Die Situation kam ihm so völlig fremd vor. Ob er sich jemals mit dieser neuen Situation zurechtfinden würde, wusste er nicht.

Tyler, der offensichtlich ahnte, was ihn beschäftigte, drückte die Zigarette aus, stand auf und drückte ihn fest an sich. »Mein kleiner Bruder, du wirst dich daran gewöhnen. Keine Termine mehr. Keine Kundschaft mit Extrawünschen mehr. Du musst nie wieder etwas tun, was du gar nicht willst. Dafür hast du jetzt ganz viel Zeit für Gabriel.«

Erneut seufzte Riley. Tyler ging in die Hocke und sah ihn von untenher an. »Dich von der Liste zu streichen war das Beste, was Sean machen konnte. Ich kann mir gut vorstellen, dass es für dich jetzt seltsam ist, weil sich dein Leben ändert. Aber Änderungen können auch was Schönes sein. Du musst nie wieder Angst haben und Dinge tun, wozu du keine Lust hast. Wir sind immer alle für dich da … das weißt du. Daran wird sich auch nichts ändern. Jetzt kannst du endlich dein Leben leben und hast einen Freund an deiner Seite, der dich liebt. Verstehst du?«

Riley nickte. Obwohl die Gefühle, die er für Gab verspürte ihm immer noch seltsam vorkamen, waren sie das wahrscheinlich Schönste, was er bisher kannte.

»Siehst du.« Tyler zwinkerte ihm zu und hauchte ihm anschließend einen Kuss auf die Wange. »Wir bekommen das alle zusammen hin.«

»D … da … danke«, stotterte Riley leise und küsste Tyler ebenfalls auf die Wange. »Ich glaube … ich … ich muss mich erst … an diesen Gedanken gewöhnen.«

»Und er wird dir gefallen. Du bist der stärkste Mensch, den ich je kennenlernen durfte. Du hast dein Glück mehr als verdient.«

Riley schenkte ihm ein liebevolles Lächeln. Dann stand er auf und drückte Tyler eines der größten und wohl auch schwersten Geschenke in die Arme. Zum Glück hatte der Laden, wo er es gekauft hatte, alles sehr gut verpackt. »Das ist für Gab. Ich warne dich, wenn du es fallen lässt, dann versohle ich dir den Hintern.«

Tyler streckte ihm die Zunge raus und wollte zur Tür rennen, doch er erwischte ihn noch und verpasste ihm einen Klapps.

»Was bekommt denn der Süße?«, wollte Tyler wissen, ging dabei aber auf sichere Distanz und zwinkerte.

»Sei nicht so neugierig, das ist ein Geheimnis.«

»Ist es auch ein Geheimnis, was ihr zwei die letzten Tage gemacht habt?«

»Jetzt bist du frech.« Riley lachte und nahm nun ebenfalls ein paar der leichteren und kleineren Geschenke auf den Arm.

»Nur neugierig.«

»Wir zwei waren viel mit Henry spazieren«, antwortete Riley und spürte die Röte ins Gesicht schießen. »Und wir waren bei ihm zu Hause und haben gekocht.« Dass sie miteinander gekuschelt hatten, verschwieg er geflissentlich. Finn hatte recht behalten, es war viel schöner als Sex und ging viel tiefer, als er sich das hätte vorstellen können. Aber vor allem tat Gab nichts, was er nicht wollte. Eine Tatsache, an die er sich erst noch gewöhnen musste.

»Das klingt nach einem Anfang und es freut mich für euch beide.«

Daraufhin brachten sie gemeinsam die erste Ladung Weihnachtsgeschenke nach unten und legten sie unter den Weihnachtsbaum. Sie mussten noch drei Mal ins Penthouse zurück, bis sie endlich alles beisammen hatten.

Riley liebte die Weihnachtspartys im Club, die es inzwischen seit fünf Jahren gab. Es war, als wären sie alle eine riesengroße Familie. Sean ließ extra für diese Abende von einem bekannten Catering-Service Essen bringen und die Getränke gingen aufs Haus.

Alle Jungs waren bereits eingetroffen, als er mit Tyler ein letztes Mal den Barbereich betrat. Andy und Leo standen an der Stereoanlage und spielten Weihnachtslieder, wobei sie lautstark und schief mitgrölten. Ganz zum Leidwesen von Henry, der bellend um Seans und Finns Beine rannte und erst aufhörte, als er Riley entdeckte. Wie von einem Blitz getroffen sauste er auf ihn zu. Eilig stellte er das letzte Päckchen unter den Baum und nahm seinen kleinen Liebling auf den Arm.

»Ich hoffe, du warst anständig«, fragte er den Hund der ihm zur Antwort im Gesicht ableckte.

Riley sah sich einmal der Reihe nach um. Jeder schien in ein Gespräch vertieft oder lachte. Lian und seine Verlobte Jacky waren ebenfalls eingetroffen und unterhielten sich angeregt mit Matt, der es sich an der Bar gemütlich gemacht hatte. Tyler gesellte sich zu ihnen. Finn flüsterte Sean etwas ins Ohr, der nickte und anschließend auf ihn zuhielt. Finn dagegen eilte hinüber zu Tyler.

»Ich dachte schon, ich sehe dich heute gar nicht mehr.« Lachend nahm er ihn in den Arm und streichelte Henry den Kopf. »Wo ist Gab?«

»Wenn ich das nur wüsste«, Riley spürte einen merkwürdigen Stich in der Magengegend und kramte sein Smartphone aus der Hosentasche. Er hatte keine Nachrichten in den letzten zwei Stunden empfangen. »Aber er weiß, dass es um achtzehn Uhr los geht.«

»Keine Sorge … ich weiß zufällig, dass er schon hier ist.« Sean zwinkerte ihm zu und bugsierte ihn anschließend direkt auf einen der Plätze nah an der Bühne.

»Wieso weißt du das und ich…«, die letzten Worte gingen in lauter Musik unter.

Von einen auf den anderen Moment wurden die Lichter gedimmt und ein Strahler wurde angeworfen. Statt Jingle Bells ertönte auf einmal rhythmische Tanzmusik und die Jungs um ihn herum begannen zu Pfeifen und zu klatschen. Irritiert blickte sich Riley um und erkannte auf einmal zwei Männer, die in einem Weihnachtskostüm hinter der Bar auftauchten. Beide trugen weiße Bärte und die typischen roten Mäntel mit weißem Saum.

»Zurücklehnen und genießen«, sagte Sean, der sich zu ihm herübergelehnt hatte und direkt ins Ohr sprach. »Wenn er seine Sache gut macht, überdenke ich meinen Arbeitsvertrag noch einmal und er bekommt einen neuen.«

Neugierig starrte Riley zu den zwei Weihnachtsmännern und erkannte zum einen Charly und zum anderen Gabriel. Überrascht und mit rasendem Puls beobachtete er die Darbietung. Zuerst warfen sie ihre Bärte in die grölende Menge. Danach öffneten sie beide die Mäntel und präsentierten ihre extra mit Glitzer eingeriebenen Oberkörper. Das Schauspiel war grandios anzusehen und machte vor allem Riley sprachlos. Gabriel, dem er so etwas nie zugetraut hätte, bewegte sich lasziv zum Rhythmus der Musik. Das Pfeifkonzert wurde intensiver, als er und Charly sich gegenseitig mit den Händen über die Körper fuhren, um sich dann in einem einzigen Ruck die Hosen runterzureißen und fortzuwerfen. Darunter trugen sie beide hautenge schwarze Lederhosen. Gab so zu sehen, machte Riley ganz nervös. Nicht nur, dass er offensichtlich ein verdammt gutes Taktgefühl besaß, er präsentierte dabei auch noch seinen gut gebauten und sehr anziehenden Körper.

Während die Jungs um ihn herum einer nach dem anderen anfingen sich ebenfalls dem Musikrhythmus anzupassen und auf ihren Plätzen tanzten, steuerte Gab direkt auf ihn zu. Sie blickten sich tief in die Augen und das breite Grinsen, das Gab ihm zuwarf, war ansteckend. Vor ihm blieb er schließlich stehen und es war, als würde niemand mehr außer Gabriel existieren. Riley sah ihn an und wusste überhaupt nicht, wie er reagieren sollte. Sprachlos beobachtete er ihn und bekam nur am Rande mit, wie die Musik aufgehört hatte zu spielen und lauter Beifall erklang.

Ein wenig aus der Puste, kniete sich Gabriel vor ihm hin und nahm seine Hände. Sie fühlten sich so warm an und das Strahlen in Gabs Augen sagte mehr, als Worte es jemals gekonnt hätten.

»Küssen! Küssen! Küssen!«, hörte er plötzlich die Jungs im Chor rufen.

Gabriel zog ihn auf die Beine und deutete mit dem Kinn nach oben. Als Riley den Kopf in den Nacken legte, baumelte an einer Angel über ihnen ein Mistelzweig. Jamie hielt sie und hauchte beiden Luftküsse zu.

»Mit einer Tradition sollte man nie brechen«, flüsterte Gab und nahm ihn sanft in den Arm.

»Wie … was … wann?« Riley fehlten die Worte.

»Du kannst es dir vielleicht vorstellen, die Idee kam von Jamie.« Gabriel sah einen Moment über seine Schulter, wo dieser ihm zu verstehen gab, sie sollten nicht länger warten. »Aus diesem Grund musste ich auch eine kleine Notlüge erfinden. Charly und ich haben das vorhin einstudiert und das in einer der VIP-Suiten.«

Riley schüttelte amüsiert den Kopf. »Weißt du eigentlich, wie heiß du bist«, hauchte er ihm ins Ohr und ihre Nasenspitzen trafen sich. »Wehe einer der Jungs fasst dich an.«

»Oh … eifersüchtig?« Gab zwinkerte.

»Wenn das bedeutet, dass ich dich ganz für mich allein haben will, dann ja.«

Anstatt zu antworten trafen sich ihre Lippen. Zuerst zart und zurückhaltend. Doch dann war es Riley, der mehr forderte. Beide verfielen in einen leidenschaftlichen und feurigen Kuss, wobei ihm die Knie weich wurden. Zum Glück hielt sein Freund ihn im Arm.

Als sie sich schließlich unter dem Gegröle der Jungs lösten, sagte Gab leise zu ihm. »Ich habe mich unsterblich in dich verliebt und möchte immer für dich da sein.«

Rileys Herz klopfte ihm bis zum Hals. Seine Kehle war ganz trocken und die Schmetterlinge in seinem Bauch wuselten wild umher.

ENDE

© Madison Clark

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Ich hoffe, euch hat die Geschichte gefallen.
Die Jungs und ich wünsche euch frohe Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2017.
Und nun kann ich es auch ganz offiziell verkünden, denn Angel’s Guardian wird ab Januar 2017 als eBook und Taschenbuch erhältlich sein. Das genaue Datum steht noch nicht fest, aber ich werde euch auf jeden Fall benachrichtigen.

Und das ist noch nicht alles … denn es gibt auch noch ein GEWINNSPIEL. Alle Infos dazu findet ihr HIER auf Gabriel’s Weihnachtsgeschenk … sowie jeden Tag ein neues Schnipselbild und einen Tipp von mir.
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Herzlich willkommen

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Diese Seite dreht sich rund um die Geschichten des BLACK DESIRE und deren Charaktere.
Der Men’s Club wurde durch eine Kurzgeschichte von mir ins Leben gerufen und ist völlig frei erfunden, ebenso die Charaktere. Romance, Drama und Thrill sind bei mir Bestandteile der Geschichten, verpackt in spannende Gay Romance Storys.
Innerhalb der Geschichten werdet ihr nicht nur einige Charaktere aus anderen wiedersehen … ober besser wiederlesen … sondern auch der Club ist der Haupt- und Angelpunkt aller Geschichten.

Eure Madison Clark

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Alle Rechte, einschließlich des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks oder Auszüge in jeglicher Form, sind vorbehalten.
Alle handelnden Personen und Angaben sind frei erfunden.
Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

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